Besuch Ministerin Feller am Joseph-Haydn-Gymnasium

„Wir brauchen einen langen Atem, aber wir müssen den Weg konsequent weitergehen“, betonte Bildungsministerin Dorothee Feller mit Blick auf die jüngst veröffentlichte Pisa-Studie die Notwendigkeit von Kontinuität im Bildungssystem. Auf Einladung der CDU-Fraktion war die Landesministerin für Schule und Bildung nach Senden gekommen, um sich mit den Schulleitungen, Vertretern der Gemeindeverwaltung sowie einer Sprecherin der Elterninitiative, die sich für eine bedarfsgerechte Ausstattung der Schulsozialarbeit an allen Sendener Schulen einsetzt, auszutauschen. In einem Impulsvortrag berichtete die Ministerin zunächst von aktuellen Entwicklungen in der Bildungspolitik. Das schlechte Abschneiden der 15-jährigen Schülerinnen und Schüler in der neuen Pisa-Studie beschäftige sie sehr: „Das Ergebnis kann uns nicht zufriedenstellen“, konstatierte sie. Als Baustein, um die Vorläuferkompetenzen schon vor Schuleintritt zu fördern, sehe sie die viel diskutierten ABC-Klassen, deren Umsetzung aktuell geschärft werde. „Aber das allein wird nicht reichen, hier haben wir auch als Gesellschaft eine Aufgabe. Wir müssen uns Gedanken machen, wie wir Eltern und Kinder noch besser begleiten.“

Sandra Doden als Vertreterin der Sendener Elterninitiative nutzte dankbar die Gelegenheit, ihr Anliegen direkt an die Bildungsministerin zu richten. In eindringlichen Worten formulierte sie den Elternwunsch nach einer höheren Ausstattung an Schulsozialarbeit. Dorothee Feller hörte ihr aufmerksam zu und legte im Anschluss dar, dass es durch die ganz unterschiedlichen Ausgangssituationen an den Schulen keine allgemeingültige Quote für Sozialarbeiterstunden pro Schule geben könne dass aber auch das Land die Schulsozialarbeit in kommunaler Verantwortung finanziell mit erheblichen Mitteln unterstützt.. Hier kam Alexander Ruhe ins Spiel, der als Dezernent für Arbeit und Soziales, Schule und Kultur, Jugend und Gesundheit für den Kreis Coesfeld ebenfalls an dem Gespräch teilnahm. „Ich reiche der Gemeinde Senden hier die Hand“, bot er an, in enger Kooperation schulscharf die Ist-Situation zu ermitteln, ungenutzte Potentiale aufzudecken und letztlich Bedarfe an Schulsozialarbeit einzukreisen. Zwei Mahnungen für diesen mit erheblichem Aufwand verbundenen Weg gab er den Sendnern jedoch mit: „Die Hausaufgaben müssen hier vor Ort gemacht werden. Und die Kosten für mögliche neue Stellen landen voraussichtlich letztendlich bei der Gemeinde.“

In einer abschließenden Fragerunde hatten die Schulleitungen Gelegenheit, sich bei Dorothee Feller aus erster Hand Antworten auf drängende Fragen zu holen. Alle Teilnehmer einte der Eindruck einer sehr zugewandten und pragmatischen Ministerin und eines konstruktiven und wertschätzenden Austauschs.