Coesfeld großes NRW-Tafel-Verteilzentrum

Vor Ort informierte Leiterin Hildegard Sonnenschein (2.v.l.) ihre CDA-Gäste über die umfangreiche Logistik .Alle  packten mit an, um Schokohasen zu verladen.   Foto: Norbert HagemannVor Ort informierte Leiterin Hildegard Sonnenschein (2.v.l.) ihre CDA-Gäste über die umfangreiche Logistik .Alle packten mit an, um Schokohasen zu verladen. Foto: Norbert Hagemann

CDA informierte sich vor Ort im Industriepark Nord.Westfalen

Valentin Merschhemke, Chef der Coesfelder CDU-Sozialausschüsse (CDA) zeigte sich beim Info-Besuch im Industriepark Nord.Westfalen in einer Halle des Fahrzeugbauers Krampe mit seinen Parteikollegen und Gästen überrascht. „Coesfeld ist ein großes Tafel-Verteillager, eines von 7 in NRW“, informierte Leiterin Hildegard Sonnenschein beim Rundgang vor Ort.
Von dort werden die Lebensmittel an 24 Empfängertafeln von Lengerich bis Gelsenkirchen verteilt. Das Coesfelder Tafel-Verteilzentrum gehört zum Landesverband Tafel NRW e.V. , um unter ökologischen, ökonomischen und sozialen Aspekten die Nachhaltigkeit der Lebensmittelverwertung zu gewährleisten. Auch in Coesfeld wird das Projekt vom Ministerium für Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes unterstützt.

„Ohne Ehrenamtliche geht auch hier nichts“, sagte Sonnenschein und verwies auf die sechs Ehrenamtler, die im Verteilzentrum tätig sind, unter ihnen anwesend auch der langjährig Aktive Leo Tendahl. Deutlich wurde, dass die aktuellen Krisen zeigen, dass die Tafel-Logistik durch eine gut funktionierende Infrastruktur bei der Lebensmittelrettung immer wichtiger wird, um Großspenden von der Industrie annehmen zu können, um auch weiterhin den finanziellen benachteiligten Menschen helfen zu können.

Auf Grund der präzisen Warenwirtschaftssysteme im Einzelhandel u.a. durch den Einsatz von Algorithmen, ist der Einbruch von Lebensmittel-Warenspenden von den Supermärkten bei den lokalen Tafeln stark zu spüren. Teilweise beträgt der Rückgang 70 Prozent gegenüber den Vorjahren, die die Tafeln weniger erhalten. In Deutschland landen bis zu 18 Tonnen Lebensmittel unnötig jährlich im Müll – allein zu 59 Prozent entfallen auf private Haushalte.

Dadurch würden auch die Treibhausgase, die Energie, das Wasser und die landwirtschaftliche Nutzfläche, die für Produktion, Lagerung und Transport von Lebensmitteln nötig sind, verschwendet. „Dieser verantwortungslose Umgang mit wichtigen Ressourcen habe gravierende Folgen für unser Klima. Der Einsatz gegen Lebensmittelverschwendung ist damit ein Einsatz für den Klimaschutz“, hieß es seitens der CDA.