Haushaltsklausur am 24.01.2026
Vor dem Hintergrund anhaltend finanzieller Herausforderungen durch steigende Sozialausgaben, eine kontinuierlich wachsende Kreisumlage und die nicht ausreichende Finanzierung der den Kommunen durch Bund und Land übertragenen Aufgaben, hat sich die CDU-Ratsfraktion Ende Januar intensiv mit dem aktuellen Haushaltsplanentwurf für 2026 auseinandergesetzt. Auch Bürgermeister Sebastian Täger sowie weitere Vertreter der Sendener Verwaltungsspitze nahmen an den Beratungen des umfangreichen Zahlenwerks mit einem Volumen von fast 68 Mio Euro an Aufwendungen teil. Angesichts von Unterdeckung und knapper Kassenlage bestand große Einigkeit hinsichtlich der Notwendigkeit, die geplanten Investitionsvorhaben zu prüfen, klar zu priorisieren und – wo erforderlich – zeitlich zu strecken. Ziel ist es, wichtige Investitionen voranzubringen und gleichzeitig die Handlungsfähigkeit der Kommune zu sichern. „Dazu gehört auch, mögliche Risiken und Unsicherheiten realistisch und transparent abzubilden, damit der Haushalt seine steuernde Wirkung bei wichtigen Entscheidungen im Jahresverlauf erbringen kann“, so die Fraktionsvorsitzende Gaby Vogdt. Zentrales Thema der Beratungen war auch die dringend notwendige Schaffung weiteren Wohnraums. Kämmerer Philipp Geissler verwies zurecht auf die Abhängigkeit örtlicher Unternehmen vom Wohnangebot für die erfolgreiche Gewinnung von Fachkräften. Axel Hengstermann pochte in diesem Zusammenhang vor allem auf eine zügige Umsetzung der wohnbaulichen Entwicklung in Bösensell, wo die Bürgerinnen und Bürger schon seit langem auf die Entstehung neuer Baugebiete warten. Positiv nahmen die Fraktionsmitglieder die Ankündigung auf, dass die Kreisverwaltung jüngste Reduzierungen der Landschaftsumlage sowie zusätzlich eigene Einsparungen an die Kommunen weitergeben will, um den Anstieg der Kreisumlage zu mindern. In diesem Zusammenhang äußerten sie die deutliche Erwartung hinsichtlich weiterer Entlastungen für die finanziell gebeutelten Kommunen. Die Beratungen mündeten in den Beschluss, dem Haushaltsplanentwurf zustimmen zu wollen.