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02.05.2019, 16:26 Uhr Übersicht | Drucken
„In der Summe nennen wir es Freiheit“
Bürgerdialog mit dem CDU-Europaabgeordneten Markus Pieper in der Kolvenburg

Die EU-Mitgliedsstaaten sollen enger zusammenarbeiten: Dafür warb Markus Pieper jetzt in Billerbeck. „Es macht einen Unterschied, ob wir unser Schicksal gemeinsam in die Hand nehmen oder jeder Staat auf sich allein gestellt ist“, erklärte der heimische CDU-Europaabgeordnete vor 100 Bürgerinnen und Bürgern in der Kolvenburg.

Foto: Thomas Wardenga
 
Bei der Europawahl am 26. Mai gehe es nicht um die Frage: Mehr oder weniger Europa? „Es geht um die Frage, welches Europa wir haben werden“, betonte Pieper. Eine starke CDU werde sich gegen Extremisten und Populisten stellen.

Aus dem ganzen Kreis Coesfeld waren Interessierte zum ersten Bürgerdialog des Europaparlamentariers gekommen. Dass das Format so gut ankam, lag auch an dem regen Austausch zwischen Pieper und dem Publikum. Von Beginn an stellten die Teilnehmer Fragen zur Europawahl und kommentierten durchaus kritisch manche politische Entwicklung. Schnell wurde dabei die Bedeutung der Wahl deutlich. Seit über 70 Jahren steht Europa für Sicherheit, Frieden und Wohlstand. „Es steht viel auf dem Spiel“, unterstrich Pieper. Vermeintliche Selbstverständlichkeiten wie eine einheitliche Währung und Reisefreiheit könne nur ein starkes Europa garantieren.

Dafür setzen sich CDU und CSU ein, die mit Manfred Weber erstmals den Spitzenkandidaten für das Amt des Kommissionspräsidenten stellen. „Europa muss größere Anstrengungen für die Sicherheit unternehmen“, erklärte Pieper angesichts des weltweiten Terrorismus, des organisierten Verbrechens und neuer Formen der Cyber-Kriminalität. Ein „wehrhaftes Europa“ wünschte sich der Abgeordnete. „Wir wollen Marktführer in Schlüsseltechnologien bleiben und bei Forschung und Entwicklung Spitzenreiter sein“, gab er als Ziel aus. Wie stark Europa sei, verdeutlichte er auch anhand von Zahlen: Mit einem Bevölkerungsanteil von gerade einmal sieben Prozent der Weltbevölkerung erwirtschafte die EU gut ein Viertel des weltweiten Bruttosozialproduktes.

All dies verdeutlichte, wie sehr Europa mit seinen Errungenschaften den Alltag aller Bürgerinnen und Bürger positiv beeinflusst. „In der Summe nennen wir es Freiheit“, brachte es Pieper abschließend auf den Punkt.


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