Corona hat uns fest im Griff – Das Krisenmanagement bestimmt unseren Alltag

Liebe Leserinnen und Leser,

wie gut schlägt sich unser Land im Kampf gegen das Coronavirus? Hat die Politik alles richtig gemacht? Hält unsere Gesellschaft diese enorme Belastung aus? Die Antworten sind nicht leicht zu geben. Aus heutiger Sicht dauerte es möglicherweise zu lange, bis das öffentliche Leben zur Ruhe kam und vielen Mitbürgerinnen und Mitbürgern die Tragweite dieser Pandemie bewusst wurde. Aber wären die Einschränkungen vorher überhaupt schon akzeptiert worden? Die Keimzelle in China (Wuhan) war vor einigen Monaten ja noch so weit weg…
 
Im Zeichen von Corona sind und werden nunmehr zum Schutze der Menschen klare und einschneidende Maßnahmen unumgänglich. Bundes- und Landesregierung setzen deutliche und wie ich meine richtige Signale. Der befristete Eingriff in die Grundrechte ist die logische Folge.
 
Mit dem Shutdown ist viel dafür getan worden, die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen. Wie nachhaltig die Maßnahmen wirken, kann heute noch niemand sagen. Geduld – auch wenn es manchen schwerfällt – ist angesagt. Eines ist auch sicher: Nicht nur die Älteren sind von der Gefahr eines tragischen Infektionsverlaufs betroffen.
Die Sorglosigkeit unserer Spaßgesellschaft ist fast vollständig gewichen. Alle warten bange, ob und wann die Infektionswelle wohl die Familie, die Nachbarn und Freunde, oder die Kollegen erreicht. Wie sieht es zudem mit meinem Arbeitsplatz aus? Stehe ich die Krise wirtschaftlich durch? Berechtigte Fragen, die uns in der Tragweite vor die größte Herausforderung seit dem 2. Weltkrieg stellen.
Krisenmanagement im Großen und im Kleinen ist nun angesagt. Nie war der gesellschaftliche Zusammenhalt so gefordert. Wunderbare Beispiele an sozialem Engagement verdienen größte Anerkennung. Die Initiativen, täglich werden sie mehr, leisten unschätzbare Dienste. Großes Lob und den Respekt aller verdienen zudem die unermüdlich tätigen Helden an der Corona-Front: Ärzte, Pflegerinnen und Pfleger in den Krankenhäusern und den Seniorenheimen, Polizei und Rettungsdienste, aber auch beispielsweise die Teams in den Geschäften der Grundversorgung, die LKW-Fahrer, sowie die Krisenstäbe.

Eine wirtschaftliche Schieflage der zahlreich betroffenen Unternehmen, Selbständigen und Wirte muss so verträglich wie möglich aufgefangen werden. Die beschlossenen Finanz-Rettungsschirme des Bundes und des Landes sollten hier die notwendigen Leitplanken bilden. Hier muss ggf. im Rahmen der weiteren Entwicklung nachgeschärft werden und im Ergebnis unserer Gesellschaft es auch wert sein.

 
Falls es gelingt, die negativen Folgen des Virus für Gesundheit und Wohlstand gering zu halten, hat das auch mit der hartenArbeit des Krisenmanagements der vergangenen Wochen zu tun. Die nunmehr angekündigte Lockerung der Maßnahmen ist ein erster vorsichtiger Schritt. Hier gilt es sorgfältig die weitere Entwicklung zu beobachten.
 
Wer allerdings glaubt, der Kampf gegen Corona sei kurzfristig gewonnen, der hat die Tragweite dieser Pandemie noch nicht begriffen. Wir alle müssen unsere Kontakt-Disziplin und die bitter notwendigen Regeln hochhalten.
 
An dieser Stelle bedanke ich mich ausdrücklich bei der Verwaltung unserer Heimatgemeinde, die mit Augenmaß und der notwendigen Stringenz gutes Krisenmanagement praktiziert. Glücklicherweise haben wir durch solides Haushalten in den vergangenen Jahren Reserven, die uns nun Handlungsfähigkeit geben.
 
Im Rahmen der Krise stehen zwangsläufig die kommunalpolitischen Themen im Hintergrund. Dennoch erlauben sie mir bitte hier einen Dank an unsere Landwirte auszusprechen. Diese Familienbetriebe helfen uns gerade in diesen Zeiten die notwendige Grundversorgung mit landwirtschaftlichen Produkten sicherzustellen. Gerade jetzt profitieren wir von regionaler Versorgung. Man möge sich einfach nur vorstellen, wenn die Verbotspartei der Grünen hier bereits mit ihren unsäglichen Forderungen die Betriebe in ihrer Existenz zerstört hätte.
 
Ich wünsche allen Leserinnen und Lesern die notwendige Kraft und Umsicht mit dieser Krise umzugehen. Seien sie zuversichtlich.
Gemeinsam schaffen wir das….Herzliche Grüße und bleiben oder werden sie gesund….
Günter Mondwurf / CDU Gemeindeverbandsvorsitzender